„Jagd und Macht in der DDR“ mit Helmut Suter

In der DDR unterlag die Jagd anderen Bedingungen als in Westdeutschland. Durch das Jagdgesetz von 1953 wurde das Jagdrecht vom Staat sanktioniert. Das traditionelle Revierjagdsystem bestand nicht mehr, stattdessen wurde das Motto „die Jagd gehört dem Volke“ propagiert. Aus Angst vor bewaffneten Aufständen waren dem Waffenbesitz für Jäger enge Grenzen gesetzt. Entgegen dem egalitären Anspruch nutzen die führenden Personen der Staats- und Parteileitung die Schorfheide bei Berlin für exklusive Staatsjagden, wo einst die Hohenzollern und nach 1933 Hermann Göring gejagt hatten. Der Jagdhistoriker und Leiter des Schorfheidemuseums Helmut Suter wird die unterschiedlichen Aspekte des Themas Jagd in der DDR beleuchten. Der Forstbedienste Gerhard Pagel berichtet über die Jagd im ehemaligen Sperrgebiet der DDR. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von den Jagdhornbläsern Rockenstuhl.

Dienstag, 20. Oktober 2020 18:30 Uhr
Haus auf der Grenze
Platz der deutschen Einheit 1
36419 Geisa
Birgit Konrad
Organisation Gedenkstätte
Telefon (06651) 91 90 30
E-Mail: birgit.konrad@pointalpha.com