Die vergessene Vertreibung: Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze – Buchvorstellung mit Dr. Alexander Jehn

Die Zwangsaussiedlungen entlang der 1.400 km langen innerdeutschen Grenze (zugleich Eiserner Vorhang) gehören zu den weitgehend vergessenen Kapiteln der kommunistischen Diktatur in der DDR. Mit dem Beschluss des Ministerrats der DDR vom 26. Mai 1952 zur "Errichtung eines besonderen Regimes an der Demarkationslinie" wurde die Grenze zu Westdeutschland zu einer abgeschotteten Sicherheitszone mit einer Tiefe von 5 Kilometern ausgebaut und ein brutales und repressives Grenzregime geschaffen. Damit ging auch die Überprüfung der Einwohner dieses 5km-Sperrgebiets mit dem Ziel einher, alle aus Sicht der Staatsmacht politisch unzuverlässigen Personen mitsamt ihrer Familien zwangsweise auszusiedeln. Der vorgestellte Sammelband fußt auf den Ergebnissen einer Tagung der Point Alpha Akademie und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Dienstag, 8. September 2020 18:30 Uhr
US-Camp
Hummelsberg 1
36169 Rasdorf
Birgit Konrad
Organisation Gedenkstätte
Telefon (06651) 91 90 30
E-Mail: birgit.konrad@pointalpha.com