Schlossgespräch: "Berlin-Budapest-Prag: Wo fiel die Mauer?"

Vor 30 Jahren brodelte es in der DDR: Tausende Menschen gingen auf die Straße, um für Reisefreiheit und gegen die Unterdrückung des SED-Regimes zu protestieren. Der Fall der Berliner Mauer am 09. November 1989 markiert das Ende der SED-Herrschaft und den Startschuss für den Einigungsprozess beider deutscher Staaten, knapp ein Jahr später. Die Risse im Eisernen Vorhang, zeigten sich aber nicht erst durch die Mauerspechte in Berlin: Bereits im Frühsommer 1989 wurden die Zerfallserscheinungen des sowjetischen Imperiums immer deutlicher. Als erster Satellitenstaat öffnete weigerte sich Ungarn die Grenzsperranlagen zu Österreich zu sanieren. Die tödliche Grenze durch Europa hatte plötzlich ein Loch. Gleichzeitig begann ein Exodus der DDR-Bevölkerung über die bundesdeutschen Botschaften in mehreren anderen Warschauer Pakt Staaten. Wo aber genau fiel die Mauer zuerst? Wer waren die führenden Akteure im Hintergrund, als es um die Zukunft Europas und vielleicht der ganzen Welt ging? Dr. Rudolf Seiters, damals Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramts kann als Zeitzeuge aus dem Inneren der Bundesregierung über die bewegenden Wochen und Monate im Sommer und Herbst 1989 berichten. György Dalos ist ungarischer Schriftsteller und Historiker. Bereits in jungen Jahren bekam er aufgrund seiner Veröffentlichung ein Berufsverbot und gilt als Mitbegründer der Oppositionsbewegung in Ungarn. Gemeinsam werden beide der Fragen nachgehen: „Wo fiel die Mauer“?

Dienstag, 17. September 2019 18:30 Uhr
Point Alpha Akademie, Gangolfisaal
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36419 Geisa
Birgit Konrad
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