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Initiativen für die Zukunft angestoßen - Geschäftsbericht für 2019

Rasdorf / Geisa. Für die Point Alpha Stiftung war das vergangene Jahr geprägt von einer unglaublichen Vielzahl an Aufgaben, Aktionen und Aktivitäten. Das geht aus dem Geschäftsbericht 2019 hervor, den der Vorstand mit Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost jetzt vorgelegt haben. Unterm Strich lautet das Fazit: Die Stiftung ist auf einem guten Weg, viele Baustellen konnten beseitigt werden und es wurden für die Verwaltung, die Gedenkstätte und die Akademie Initiativen für die Zukunft auf den Weg gebracht, von denen am Ende vor allem die Besucher und Teilnehmer profitieren sollen.

Geprägt war das Jahr 2019 in besonderer Weise durch den 30. Jahrestag des Mauerfalls und der Grenzöffnung. Dieses Ereignis in Verbindung mit attraktiven Veranstaltungen, Bildungsangeboten und einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit trugen in erheblichen Umfang dazu bei, den Blick der Menschen wieder verstärkt auf die Gedenkstätte Point Alpha als authentischen Ort der Teilung mit dem ehemaligen US-Camp, dem Haus auf der Grenze und den Weg der Hoffnung zu lenken. Die Zahl der Besucher stieg um rund acht Prozent auf nun wieder über 75000, dabei konnten die Gästeführer rund 1370 Führungen durch die Ausstellungen absolvieren.

Weitere Höhepunkte im Veranstaltungskalender waren die Verleihung des Point Alpha Preises an den damaligen EU-Präsidenten Jean-Claude Juncker, das Geisaer Schlossgespräch, Last Border Patrol, Vorträge, Lesungen, Sommerkino sowie die Kirmes „Grenzenlos feiern“. „Besonders gefreut hat uns das Interesse aus dem Ausland“, blicken Jost und Dr. Fennel zurück. Es ergaben sich neue Verbindungen in alle Welt, bestehende internationale Kontakte wurden ausgebaut. Sei es der Austausch mit den US-Veteranen, den Delegationen aus Südkorea oder Gruppen aus Ungarn und Tschechien - das Interesse aller Altersklassen aus anderen Ländern war 2019 groß. Weiterhin eine Herzensangelegenheit von Point Alpha ist die Arbeit mit Schülern und Jugendlichen. Die Point-Alpha-Pädagogen betreuten 2019 unterschiedliche Projekte. Allerdings soll die Schülerarbeit weiter forciert werden, weshalb der Austausch mit den Schulämtern in Süd- und Westthüringen sowie Fulda intensiviert wurde.

Damit nicht nur für die junge Generation, sondern auch für alle, die als Zeitzeugen die deutsch-deutsch Grenzgeschichte miterlebt haben, der Besuch  zu einem eindrucksvollen Erlebnis wird, hat der Vorstand vor allem über Fördermaßnahmen in die Modernisierung der Gedenkstätte investiert. Etwa 362 000 Euro wurden eingesetzt, um die Ausstattung des Museums Schritt für Schritt technisch und baulich auf den neusten Stand zu bringen.

Dem ehrenamtlichen Vorstand ist es gelungen, die Stiftungsarbeit wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu lenken, den Haushalt zu stabilisieren, neue Akzente zu setzen und die Strukturen inhaltlich wie personell zukunftsfähig zu machen. Dennoch hat die anhaltende Niedrigzinsphase den Ertrag aus dem Stiftungskapital erheblich gedrückt. Zusätzlich nehmen die Auswirkungen der Corona-Krise einer hochwertigen und qualifizierten Arbeit – insbesondere im wissenschaftlichen Bereich – jeglichen Entfaltungsraum. Daher ist nach Ansicht des Vorstandes eine institutionelle Förderung durch die Länder Hessen und Thüringen unabdinglich. Dafür wurden in 2019 bereits entsprechende Anträge auf den Weg gebracht. Daher ist nach Ansicht des Vorstandes eine institutionelle Förderung durch die Länder Hessen und Thüringen unabdinglich. Dafür wurden in 2019 bereits entsprechende Anträge auf den Weg gebracht.