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Dr. Stefan Heck neuer Vorsitzender des Point-Alpha-Stiftungsrates

 

Geisa/Rasdorf. Der Wechsel war schon länger vorbereitet und ist nun zum 1. Juli vollzogen: Dr. Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, ist neuer Vorsitzender des Stiftungsrates von Point Alpha. Einstimmig wurde er jetzt im Umlaufverfahren vom Gremium gewählt. Dr. Heck tritt damit die Nachfolge von Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld in dem Ehrenamt an.


„Durch den dauerhaften Einsatz der Stifter­ – dem Land Hessen, dem Freistaat Thüringen, den Landkreisen Fulda und Wartburgkreis, der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf, der Stadt Geisa und dem Zustifter Bundesrepublik Deutschland - hat sich Point Alpha zu einer bedeutenden Gedenk-, Mahn- und Begegnungsstätte mit internationalem Ansehen etabliert. Sie ist ein unvergleichliches Zeitzeugnis des Kalten Krieges und bietet nachfolgenden Generationen die Möglichkeit, sich vor Ort über die damaligen Ereignisse zu informieren. Point Alpha und die damit verbundene Erinnerungskultur liegt mir persönlich sehr am Herzen. Ich freue mich daher sehr über das entgegengebrachte Vertrauen für diese anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Dr. Heck in einer ersten Stellungnahme. „Jetzt gilt es, zusammen mit allen Gremien der Point Alpha Stiftung die programmatischen Inhalte in den kommenden Jahren gemeinsam weiterzuentwickeln. Mir liegt auch daran, dass die Besonderheit einer Zwei-Länder-Stiftung auch im täglichen Miteinander in der Stiftung weiter geschätzt  und gelebt wird. Mein herzlicher Dank und meine Anerkennung für die geleistete Arbeit für Point Alpha, die Stiftung sowie die damit verbundenen Ziele gilt Dr. Heiko Wingenfeld.“ Das Potential der Stiftung liege in dem „enormen Fundus der Ehrenamtlichen“, der hervorragenden Verwurzelung rund um das Geisaer Amt in der Rhön und auch in der „sehr guten Brücke über den Atlantik“ hin zu den Veteranenverbänden der US-Army. Gerade letztere gelte es zu pflegen.

In Marburg geboren und aufgewachsen, absolvierte Dr. Stefan Heck nach seinem Abitur in Amöneburg den Wehrdienst mit anschließender Ausbildung zum Reserveoffizier. Der 37-Jährige ist promovierter Rechtsanwalt und gehörte von 2013 bis 2017 dem Deutschen Bundestag an. Lange Jahre leitete er den Vorsitz der Jungen Union Hessen, politisch aktiv ist er zudem für die Stadt Amöneburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Seit 2016 ist er außerdem Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands.


„Ich freue mich, dass ich die Entwicklung von Point Alpha in den vergangenen dreieinhalb Jahren begleiten durfte und dass mit Stefan Heck eine hervorragende Persönlichkeit gefunden wurde, die diese Arbeit fortsetzen wird. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich Point Alpha als eine Institution, die für die Erinnerungskultur wie für die Bildungsarbeit unverzichtbar ist, weiter positiv entwickeln wird“, blickt Dr. Wingenfeld zum Abschied zurück.

Dr. Wingenfeld hatte im Dezember 2016 den Vorsitz im Stiftungsrat übernommen. Davor  standen Prof. Dr. Dr. h.c. Hans- Joachim Jentsch (von 2013 bis 2016) und der frühere Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Hamberger (von 2008 bis 2013) an der Spitze des Stiftungsrates.

Hintergrund:

Die Point Alpha Stiftung ist seit 2008 Träger der Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Sie wurde vom Land Hessen, dem Freistaat Thüringen, dem Landkreis Fulda, dem Wartburgkreis, der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf und der Stadt Geisa gegründet.
Der Stiftungsrat ist das Aufsichtsgremium für den Vorstand, der aktuell von Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost ehrenamtlich besetzt ist, und entscheidet über alle grundsätzlichen Angelegenheiten der Stiftung, insbesondere den Haushalts- und Stellenplan, die Verwaltung beziehungsweise Bestellung der Verwaltung des Stiftungsvermögens, den Jahresabschluss und die Wirtschaftsprüfung sowie Beteiligungen und Rechtsgeschäfte.

Der historische Ort OP Alpha, der amerikanische Beobachtungsposten an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, steht für den untrennbaren Zusammenhang von Frieden und Freiheit in Europa, insbesondere aber für die Vollendung der deutschen Einheit in demokratischer Selbstverwirklichung.