Kranzniederlegung in Erinnerung an die Opfer der Deutschen Teilung

Rasdorf. Am 17. Juni wurde den Opfern der Deutschen Teilung mit einer Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Point Alpha gedacht.

"Ich freue mich, dass so zahlreiche JU-Mitglieder und Gäste heute hier sind, um zusammen den Opfern der gewaltsamen Niederschlagung des friedlichen Protests am 17. Juni 1953 sowie der zahlreichen Opfer des SED-Grenzregimes zu gedenken", begrüßte Florian Wehner, stellvertretender Vorsitzender des JU-Kreisverbandes Fulda, rund 30 Teilnehmer der Gedenkveranstaltung beim Birkenkreuz an der Point Alpha Gedenkstätte. "Wir sehen es als zentrale Aufgabe unserer Generation, die Diktaturerfahrungen, die wir in unserem Land gemacht haben, nicht zu vergessen." Das sei nötig, um der Entstehung von Diktaturen und Unrechtsregimen in Zukunft vorzubeugen. Maria Elisabeth Kalb von der Jungen Union Wartburgregion rekapitulierte in einer kurzen Ansprache die Ereignisse um den 17. Juni 1953 in der DDR. Die Menschen in der DDR versuchten damals gegen die sozialistische Unterdrückung aufzubegehren. Die DDR-Führung schlug den Aufstand mithilfe sowjetischer Truppen gewaltsam nieder.

Es nahmen auch zahlreiche Gäste an der Kranzniederlegung teil, unter anderem Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, der Generalsekretär der CDU Thüringen, Raymond Walk MdL und Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Hirte richtete im Namen aller Gäste seinen Dank an die JU-Verbände, die die jahrzehntealte Tradition der gemeinsamen Kranzniederlegung am 17. Juni weiterhin aufrechterhalten.

Hintergrund: Am 24. Dezember 1975 scheiterte der Fluchtversuch von Bernhard Fey durch Auslösung eine Selbstschussanlage der Grenzbefestigungen des DDR-Regimes in der Nähe des Point Alpha. In Sichtweite von Bundesgrenzschutzbeamten wurde der damals 19 Jährige stark blutend von DDR-Grenztruppen abtransportiert. Auf Westseite ging man davon aus, dass er beim verzweifelten Versuch in Freiheit zu gelangen verstorben sei. Zum Gedenken an diesen Vorfall errichtete die Junge Union 1976 ein Birkenkreuz am Point Alpha. Erst nach der Wende wurde bekannt, dass Herr Fey glücklicherweise überlebte. In jährlichen Gedenkveranstaltungen, zuerst am 24. Dezember, seit Jahren nun am 17. Juni, erinnert der Kreisverband der Jungen Union Fulda und seit der Wiedervereinigung zusammen mit dem Kreisverband Wartburgregion an die Opfer des sozialistischen Grenzregimes sowie der Opfer des vor allem durch sowjetische Truppen gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstandes 1953 in der DDR.