Informatives Zeitzeugen-Video zur Grenzöffnung in der Rhön

Rasdorf/Geisa. Es ist der 18. November 1989, 6 Uhr. Der Zaun ist durchschnitten. Sektkorken knallen. Menschen von diesseits und jenseits der des Eisernen Vorhangs fallen sich freudetrunken in die Arme. Die direkte Verbindung zwischen Grüsselbach und Buttlar ist frei. 31 Jahre ist dieses historische Ereignis nun her. Nach dem Mauerfall in Berlin hatte es neun Tage gedauert bis im Revolutionsherbst auch die Bewohner der Rhön von Ost nach West und von West nach Ost fahren konnten.

In einem „Zeitzeugenfilm zur Grenzöffnung“ hat Sebastian Mannert vom Landkreis Fulda Eindrücke von Mitbürgern aus unserer Region festgehalten und lässt so beim Zuschauer viele Bilder aus der Grenzgeschichte lebendig werden. Sabine Etzel aus Wiesenfeld bei Geisa berichtet in dem Video über das Leben im Sperrgebiet und vom Mut, sich an den Montagsdemonstrationen zu beteiligen. Heute ist die Thüringerin als Gästebegleiterin für die Point Alpha Stiftung aktiv.
Berthold Jost aus Soisdorf lässt noch einmal Revue passieren, wie ab den 1960er Jahren der Zaun immer dichter und immer höher wurde. Der ehrenamtliche Vorstand der Point Alpha Stiftung erinnert sich auch an die Ereignisse rund um die Grenzöffnung, die er als Bürgermeister der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf hautnah miterlebte.
Über die Stationen einer Freundschaft aus der deutsch-deutschen Vergangenheit erzählen Berthold Gimpel aus Buttlar und Pius Schön aus Mackenzell. Beide schildern aus sehr persönlicher Sicht den Gänsehaut-Moment am 18. November und die damit verbundene grenzenlose Freude.  Abgerundet wird der Beitrag durch historische Filmsequenzen, die die Zeit der Teilung bis zum Mauerfall zeigen.   

Das wissenschaftliche Team der Point Alpha Stiftung hat zur Thematik auch einen informativen Film erstellt:  Ganz neu erschienen ist der fünfte Beitrag der Video-Reihe der Stiftung unter dem Titel „Die Grenzöffnungen 1989“.