Kranzniederlegung zum 17. Juni auf Point Alpha

Point Alpha ist nicht nur ein bedeutender, authentischer Ort der Geschichte, sondern zugleich auch eine wichtige Erinnerungsstätte: Genau 67 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen trafen sich die Kreisverbände der Jungen Union (JU) Fulda sowie der Wartburgregion mit Gästen zur traditionellen Kranzniederlegung am Birkenkreuz, das direkt neben dem US-Camp steht, um der Opfer des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 und des DDR-Grenzregimes zu gedenken.

„Wir sehen es als zentrale Aufgabe unserer Generation, die Diktaturerfahrungen, die unser Land gemacht hat, nicht zu vergessen", sagte der Fuldaer Kreisvorsitzende Benedikt Stock zur Begrüßung am neuen Birkenkreuz an der Point Alpha Gedenkstätte.  Dies sei nötig, um der Entstehung von Unrechtsregimen in Zukunft vorzubeugen. Stock rekapitulierte kurz die Ereignisse um den 17. Juni 1953. Zahlreiche Bürger der DDR versuchten damals gegen die sozialistische Unterdrückung friedlich aufzubegehren. Die DDR-Führung schlug den Aufstand mithilfe sowjetischer Truppen aber gewaltsam nieder.

Christoph Ihling und Elena Wacke  von der Jungen Union Wartburgregion betonten, dass man die Freundschaft der JU-Verbände über die Ländergrenze Hessen und Thüringen kontinuierlich pflegen müsse. Die jungen Leute müssten zusammenstehen, um Geschichte nicht zu vergessen und Zukunft zu gestalten.

Das Birkenkreuz ist ein Gedenkort der besonderen Art. Nur wenige Tage zuvor hatte die Fuldaer JU ein neues Kreuz aufgestellt, da das vorherige Exemplar durch Wind und Wetter morsch geworden war. Es wurde als Erinnerung an einen Fluchtversuch errichtet, den zwei Männer zu Weihnachten 1975 an dieser Stelle wagten. Sie waren kurz vor ihrem Ziel, als einer von ihnen eine Splittermine auslöste. Er wurde so schwer verletzt, dass man lange Zeit davon ausging, dass er es nicht überlebt habe. Sein Begleiter wurde festgenommen. Dies alles geschah vor den Augen der Amerikaner, die aber nicht eingreifen durften. 

Unter den Gästen bei der Kranzniederlegung waren auch Bürgermeisterin Manuela Henkel aus Geisa, Bürgermeister Jürgen Hahn aus Rasdorf, weitere Vertreter der Kommunen sowie Berthold Jost vom Vorstand der Point Alpha Stiftung und der künftige Point-Alpha-Geschäftsführer Sebastian Leitsch. Hahn richtete im Namen aller seinen Dank an die JU-Verbände, die lange Tradition der gemeinsamen Kranzniederlegung weiterhin aufrechtzuerhalten, und spornte an, die Idee, ohne Grenzen europäisch zu denken und europäisch zu leben auch nach außen zu transportieren.