Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler

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Gedenkstättenbesuche von Schulklassen werden von den einzelnen Bundesländern gefördert. Übernommen werden in der Regel Eintrittkosten, Kosten für das pädagogische Angebot und Transportkosten. Nähere Informationen finden Sie hier.

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Den intensivsten und nachhaltigsten Eindruck erhalten Schulklassen bei einem Gedenkstättenbesuch insbesondere dann, wenn Schülerinnen und Schüler nach einer erklärenden Einführung, eigenständig und mit Aufgaben versehen, in den einzelnen Bereichen der Gedenkstätte forschen und ihre Ergebnisse in der Gedenkstätte ihrer Klasse vorstellen und in einen verbindenden Zusammenhang stellen. Hierfür bietet die Gedenkstätte Point Alpha zurzeit drei unterschiedliche Modelle, die von Gedenkstättenpädagogen begleitet werden.

Workshop: Innerdeutsche Grenze (ab 9. Klasse)

Die Schulklasse forscht in fünf Kleingruppen anhand von Exponaten, Dokumenten, Bildern in den Ausstellungen und mittels Arbeitsmappen zu folgenden Themen: „Aufbau und Entwicklung der innerdeutschen Grenze“, „Flucht und Tod an der Grenze“, „Alltag und Leben an der Grenze“ und „Zwangsaussiedlung und geschleifte Höfe“.

Ablauf: Einführungsfilm, einführender Rundgang durch die Ausstellungen und das Gelände, ausgiebige Pause, Bildung von Forscher-Teams, Recherchephase, Auswertung in Form von Präsentationen und Diskussion.

Dauer: vier bis fünf Stunden

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Workshop: Biografische Arbeitsmappen zur deutschen Teilung (ab 10. Klasse)

Anhand von fünf Biografien, befassen sich fünf Kleingruppen mit unterschiedlichen Schicksalen im Zusammenhang mit der deutschen Teilung. Anhand von Zeitzeugeninterviews, Lebensläufen, Stasiakten und Zeitungsartikeln in den Ausstellungen und in den ausgegebenen Arbeitsmappen verdichten sich die einzelnen Biografien und verdeutlichen Ereignisse, wie Fluchten, Zwangsaussiedlungen, geschliffene Höfe und das Leben im Sperrgebiet. Besonders greifbar wird diese Beschäftigung mit der Vergangenheit durch das jugendliche Alter der einzelnen Protagonisten. Die Ergebnisse der Recherche werden den jeweils anderen Gruppen in kreativen Präsentationen vorgestellt.

Ablauf: Einführungsfilm, einführender Rundgang durch die Ausstellungen und das Gelände, ausgiebige Pause, Einteilung der Arbeitsgruppen, Recherchephase, Auswertung in Form von Präsentationen und Diskussion.

Dauer: vier bis fünf Stunden

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Workshop: Kalter Krieg   (ab 10. Klasse)

In fünf Kleingruppen wird anhand von Exponaten, Dokumenten, Bildern in den Ausstellungen und mittels Arbeitsmappen zu folgenden Themen geforscht: „Ursachen des Kalten Krieges“, „Phasen und Wendepunkte des Kalten Krieges“, „Fulda Gap – the first battle oft he next war?“, „Observation Point Alpha“ und „Ende des Kalten Krieges“.

Ablauf: Einführungsfilm, einführender Rundgang durch die Ausstellungen und das Gelände, ausgiebige Pause, Bildung von Forscher-Teams, Recherchephase, Auswertung in Form von Präsentationen und Diskussion.

Dauer: vier bis fünf Stunden

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Alle Workshops können gemäß ihren Vorstellungen und Ideen zeitlich und inhaltlich angepasst werden.

Überblicksführung durch die Gedenkstätte

Erfahrene Gästebegleiter vermitteln einen Überblick zur Gedenkstätte: Vorgestellt wird die Ausstellung im Haus auf der Grenze, die Mustergrenze auf dem ehemaligen Grenzstreifen, sowie der amerikanische Beobachtungsposten Point Alpha. Thematisiert wird das Grenzregime der DDR in Zusammenhang mit der Konfrontation der Blöcke im Kalten Krieg, das Leben im Sperrgebiet der DDR, persönliche Schicksale, das „Fulda Gap“, die Entwicklung der innerdeutschen Grenze vom „Todesstreifen“ zum „Grünen Band“ und vieles mehr.

Dauer: ca. zwei Stunden

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Everyday Life. Deutsch-Amerikanischer Alltag im "Fulda Gap" im Schatten des Kalten Krieges

Führung über das Gelände des ehemaligen US-Beobachtungsposten „Point Alpha" und durch die Ausstellung "Everyday Life. Deutsch-Amerikanischer Alltag im 'Fulda Gap' im Schatten des Kalten Krieges:" Gästebegleiter führen interessierte Gruppen über das Gelände der damals hier stationierten US-Soldaten mit all ihren Hinterlassenschaften und erläutern die spezielle strategische Lage des Postens und der Region. Besonders eingegangen wird auf das „Fulda Gap“ – einer der heißesten Punkte im Kalten Krieg. Neben militärischen Aspekten, gehen Gästeführer anhand der Ausstellung „Everyday Life“ auf das sich wandelnde Verhältnis der in West-Deutschland stationierten US-Soldaten zur hiesigen Bevölkerung ein. Vom anfänglichen Sieger und Besatzer mit ausdrücklichem Kontaktverbot zur Bevölkerung, entwickelten sich bald längerfristige Freundschaften. Erzählt wird regionale Alltagsgeschichte, die sich auch für jüngere Schulgruppen eignet. Eingebunden werden diese Geschichten aber auch in den übergeordneten Zusammenhang des Kalten Krieges und eines allgemeinen Kulturtransfers. Beleuchtet werden insbesondere der Bereich „American way of life contra Ami go home“, sowie „Vorbild und Widerspruch“.

Dauer: ca. 90 Min.

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Der Weg zur Friedlichen Revolution in der DDR und zur Deutschen Einheit

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der DDR und des Ostblocks ab dem Ende des 2. Weltkrieges bis hin zum Ende des Kalten Krieges. Schwerpunkt dieser Führung ist das Gelände und die Ausstellungen im "Haus auf der Grenze". Anhand der Ausstellungen «Die "Staatsgrenze der DDR" im Kalten Krieg» und «Freiheiten!» erfahren Sie mehr zu den Hintergründen der Teilung Deutschlands und zu den Vorgängen, die zur friedlichen Revolution 1989 und zur Wiedervereinigung 1990 führten. Natürlich gehen die Besucherbegleiter auch auf die regionalen Besonderheiten im Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze ein, wo nach dem 9. November 1989 allmählich die Grenzanlagen abgerissen wurden und die Region wieder zusammenwachsen durfte. Ein Teil des Rundganges führt sie weitergehend über rekonstruierte Grenzanlagen der DDR hinüber zum ehemaligen amerikanischen Beobachtungsposten "Point Alpha" und zum „Denkmal der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“, welches am 13. August 2000 auf der alten Grenzlinie zwischen BRD und DDR errichtet wurde.

Dauer ca. 90 Min.

Kosten: 23,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Museumsrallye

Für jüngere Schüler geeignet ist die selbstständige Erkundung der Gedenkstätte durch die Beantwortung eines Fragenkatalogs. Dazu dienen Exponate, die in der Ausstellung oder im Außenbereich aufgesucht werden und das nötige Wissen vermitteln.

Dauer: 60 bis 120 Minuten

Kosten: 1,00 € pro Teilnehmer

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Zeitzeugengespräche

Die Gedenkstätte steht in Kontakt zu unterschiedlichen Zeitzeugen, die gern auch mit Schulgruppen über ihre persönlichen Erlebnisse ins Gespräch kommen wollen. Es stehen Zeitzeugen von der thüringischen und der hessischen Seite mit den thematischen Schwerpunkten Flucht, Alltagsleben in der DDR, Stasi und Diktatur, BGS, US-Streitkräfte im Fuldaer Land und Ereignisse an der innerdeutschen Grenze zur Verfügung. Es besteht auch die Möglichkeit, mit zwei Zeitzeugen zu sprechen.

Dauer: ca. 60 Minuten

Kosten: 20,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Spurensuche an der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Auch für Schulgruppen eignen sich Wanderungen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Erfahrende Gedenkstättenmitarbeiter begleiten die Schülerinnen und Schüler und machen sie auf die Relikte der Grenzanlagen aufmerksam. Auch wenn sich längst die Natur den ehemaligen „Todesstreifen“ zurückerobert hat, so birgt das Gelände auch heute noch reichlich Spuren der Teilung Deutschlands und Besonderheiten der Flora und Fauna der Rhön auf dem "Grünen Band".

Möglich sind folgende thematische Wanderungen:

„Unter Beobachtung“

Begleitete Wanderung vom Haus auf der Grenze über den „Weg der Hoffnung“, dem Kunstprojekt von Dr. Ulrich Barnickel, zum Wiesenfelder-Turm, dem einzig begehbaren und wieder ausgestatteten Grenz/Führungsturm in der Umgebung und zurück zur Gedenkstätte. Strecke ca. 4 km, Dauer mit Turmbesichtigung.

Dauer: ca. 2 Stunden

Kosten: 20,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

„Auf den Spuren des Kalten Krieges“

Begleitete Wanderung vom „Haus auf der Grenze“ entlang der „Mustergrenze“, die den Ausbau der DDR-Grenzanlagen über die Jahrzehnte hinweg dokumentiert, hin zum Observation Point Alpha und weiter zu einem Sprengstoffschachtdeckel, der stellvertretend für die Situation im „Fulda Gap“ im Kalten Krieg steht und zurück zum Camp oder zum Haus auf der Grenze.

Stecke: ca. 2 km

Dauer: ca. 60 Minuten

Kosten: 25,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

„Geschleifte Höfe“

Begleitete Wanderung vom „Haus auf der Grenze“ entlang der „Mustergrenze“, die den Ausbau der DDR-Grenzanlagen über die Jahrzehnte hinweg dokumentiert, hin zum ehemaligen Beobachtungsposten der Amerikaner und weiter auf dem Rasdorfer Berg zu den Überresten des Fischerhofes, der stellvertretend für viele andere Gehöfte steht, die im Zuge des Ausbaus der DDR-Grenze „geschliffen“ wurden. Die Tour führt zurück zur Gedenkstätte.

Strecke: ca. 2 km,

Dauer: ca. 60 Minuten

Kosten: 25,00 €

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Kleine Grenzwanderung

Diese Wanderung am Grünen Band startet am Haus auf der Grenze, führt über die „Mustergrenze“ hin zum ehemaligen Observation Post Alpha am Hummelsberg. Hier erfahren Sie wie verworren der damalige Grenzverlauf zwischen DDR und BRD sein konnte. Als „Grenzgänger“ lernen Sie die Bäume des Jahres von 1989 bis zur Gegenwart kennen, erfahren anhand des Fischerhofes mehr zum Schicksal der geschliffen Höfe in Grenznähe und bekommen einen Überblick über die landschaftlichen Besonderheiten in der Vorderrhön in Sichtweite zum hessischen Kegelspiel. Nach einem kräftigen Aufstieg und einem kleinen Waldspaziergang endet dieser Rundweg wieder am Point Alpha.

Strecke: ca. 4 km

Dauer: 120 Minuten

Kosten: 35 Minuten

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

„Große Grenzwanderung“

Die „große Grenzwanderung“, die weite Teile des klassischen Wanderweges „Point Alpha Weg“ beinhaltet, startet im Zentrum der Point Alpha Stadt Geisa, führt durch das historische Zentrum der weit über 1000 Jahre alten Stadt hoch auf den Rasdorfer Berg. Neben Informationen zur Stadt und Regionalgeschichte vermitteln kundige Gästeführer auch hier Informationen zur Rhön, zum Biosphärenreservat, zum Leben im Grenzgebiet und zur Situation im Kalten Krieg im geteilten Deutschland. Der Weg führt weiter zum Observation Point Alpha, wo unter anderem auf die Besonderheit des „Fulda Gap“ innerhalb der militärischen Planungen im Kalten Krieg eingegangen wird. Entlang der „Mustergrenze“, die den Ausbau der DDR-Grenzanlagen über die Jahrzehnte hinweg dokumentiert, führt die Wanderung weiter zum „Haus auf der Grenze“. Besonders hier wird auf die Besonderheiten des DDR-Grenzregimes und auf Grenzvorfälle eingegangen. Die Tour setzt sich fort, über den „Weg der Hoffnung“ bis hin zum Wiesenfelder Grenz-Turm und über das ehemalige Grenzdorf Wiesenfeld zurück nach Geisa.

Strecke: ca. 10 km,

Dauer: ca. 4 Stunden

buchbar für ca. 25 Schülerinnen und Schüler

Gern können wir gemäß Ihren Vorstellungen die einzelnen Angebote thematisch und zeitlich anpassen, dies gilt natürlich auch für unterschiedliche Klassenstufen und Schularten. Auch zu Möglichkeiten der Förderung von Gedenkstättenbesuchen von Schulklassen beraten wir Sie gern.

 

 
Weitere Informationen zu den Bildungsangeboten der Gedenkstätte erhalten Sie hier.
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