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Foto: Pietzsch; Gästebegleiter zeigen deutsche Teilungsgeschichte

Die Gedenkstätte Point Alpha – vom Brennglas des Kalten Krieges zum Lernort der Geschichte (Überblicksführung)

Die Mitte Deutschlands ist gekennzeichnet durch ihre Mittelgebirge, idyllische Landschaften, die zum Wandern und Radfahren einladen. Über 40 Jahre lang hätten die Armeen der NATO und des Warschauer Paktes zwischen Rhön, Vogelsberg und Knüll die erste Schlacht des dritten Weltkrieges geschlagen. Das sog. Fulda Gap galt als Schlüsselgelände zur Verteidigung Westeuropas. Die Gedenkstätte Point Alpha liegt heute dort, wo sich bis 1990 Grenztruppen der DDR und US-Soldaten direkt gegenüberstanden. Im Haus auf der Grenze zeigt die Dauerausstellung heute, wie sich der Kalte Krieg und das Grenzregime der DDR über Jahrzehnte entwickelt haben und was die Teilung Deutschlands für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze bedeutete. Die militärischen Szenarien und können im denkmalgeschützten US-Camp „OP Alpha“ hautnah nachempfunden werden. Zwischen beiden Gedenkstättenstandorten sind auf 600m die Grenzanlagen der DDR originalgetreu in ihren verschiedenen Ausbaustufen rekonstruiert. Die Führung vermittelt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Kalten Krieges und bietet Anknüpfungspunkte für eigene Erkundungen entlang des ehemaligen Todesstreifens.

Dauer: 2 Stunden

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person // Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1, 36419 Geisa

Ende: US-Camp, Point Alpha


„Fulda Gap“ Der erste Schuss des dritten Weltkriegs

„Fulda Gap“ war seit den siebziger Jahren ein populäres Synonym für einen möglichen „Dritten Weltkrieg“ auf deutschen Boden. Während der 1950er und 1960er Jahre galt innerhalb der NATO die Doktrin der massiven Vergeltung. Der gesamte nord- und osthessische Bereich, bis zum Rhein, wäre in diesen Planungen zu einer nuklearen Verzögerungszone geworden. Bedingt durch den Aufwuchs der Bundeswehr und aus politisch-strategischen Gründen wurde seit 1967 die Doktrin der „Flexiblen Erwiderung“ implementiert. Die gesamte Grenzregion entlang der heutigen hessisch-thüringischen Landesgrenze bekommt in diesem Zuge eine Bedeutung als vorgeplantes, konventionelles und taktisch-nukleares Schlachtfeld. Point Alpha kriegt in dieser Zeit seine wichtige militärisch-operative Funktion als Frühwarneinrichtung, denn in den Planungen von NATO und Warschauer Pakt werden Verzögerung und das Heranführen von Verstärkungen aus Übersee (Reforger) bestimmende Elemente. Im Zuge der Themenführung erfahren die Teilnehmenden zunächst, welche Besonderheiten diese – doch sonst sehr idyllische – Region zwischen Meißner, Rhön, Knüll, Vogelsberg und Spessart ausmachen und warum hier eines der Schlüsselgelände eines möglichen „Dritten Weltkrieges“ gewesen wäre. Darüber hinaus stehen die deutsch-amerikanischen Beziehungen, der NATO-Doppelbeschluss, die Friedensbewegung und allgemein die „Atmosphäre“ des Kalten Krieges in der Region im Vordergrund der Führung.

Dauer: 2 Stunden

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person // Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: US-Camp Point Alpha, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf

Ende: US-Camp Point Alpha


Zwischen Minen und Stacheldraht – Eine Führung durch den ehemaligen Todesstreifen

Auf fast 1400 Kilometern durchschnitt die innerdeutsche Grenze das Land. Seit 1952 begann das SED-Regime die DDR zu einem Freiluft-Gefängnis umzubauen. Auf Stacheldrahtverhaue und Kontrollstreifen, folgten Minen, Selbstschussanlagen und Streckmetallzäune. Bis zur Friedlichen Revolution war das Grenzregime die offenkundigste politische Bankrotterklärung des Ostens. Wo einst Grenzsoldaten patrouillierten steht heute das Haus auf der Grenze der Gedenkstätte Point Alpha. Auf zwei Stockwerken werden die politischen Hintergründe des Kalten Krieges, der Aufbau von Grenzanlagen und Sperrgebiet und nicht zuletzt das Leben der Menschen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs thematisiert. Der Weg durch die Ausstellung führt in das Obergeschoss, wo die Ausstellung über das Grüne Band die Brücke in die Gegenwart schlägt. Mit modernsten Medieninstallationen und didaktischen Methoden wird der Kalte Krieg besonders für junge Generationen hautnah erlebbar.

Dauer: 2 Stunden (auch einstündig buchbar)

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person

Gruppen bis 25 Personen. Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Treffpunkt: Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1, 36419 Geisa

Ende: US-Camp Point Alpha


Der Weg zur Friedlichen Revolution in der DDR und zur Deutschen Einheit

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der DDR und des Ostblocks ab dem Ende des 2. Weltkrieges bis hin zum Ende des Kalten Krieges. Schwerpunkt dieser Führung ist das Gelände und die Ausstellungen im "Haus auf der Grenze". Anhand der Ausstellungen «Die "Staatsgrenze der DDR" im Kalten Krieg» und «Freiheiten!» erfahren Sie mehr zu den Hintergründen der Teilung Deutschlands und zu den Vorgängen, die zur friedlichen Revolution 1989 und zur Wiedervereinigung 1990 führten. Natürlich gehen die Besucherbegleiter auch auf die regionalen Besonderheiten im Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze ein, wo nach dem 9. November 1989 allmählich die Grenzanlagen abgerissen wurden und die Region wieder zusammenwachsen durfte. Ein Teil des Rundganges führt sie weitergehend über rekonstruierte Grenzanlagen der DDR hinüber zum ehemaligen amerikanischen Beobachtungsposten "Point Alpha" und zum „Denkmal der deutschen Teilung und Wiedervereinigung“, welches am 13. August 2000 auf der alten Grenzlinie zwischen Bundesrepublik und DDR errichtet wurde.

Dauer: 2 Stunden

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person // Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1, 36419 Geisa

Ende: US-Camp Point Alpha, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf


Everyday Life - deutsch-amerikanischer Alltag im Schatten des Kalten Krieges

„Don’t Fraternize“ – keine Verbrüderung mit den Deutschen! Für die US-Soldaten, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieg Nazi-Deutschland besetzten, sollten die Deutschen als Feinde gelten, den man auf keinen Fall über den Weg trauen könne. „Deutschland wird als Feindstaat besetzt“ – so lautete auch die offizielle Marschrichtung der US-Politik. Wie die Geschichte einen anderen Verlauf nahm, zeigt die Führung im US-Camp der Gedenkstätte Point Alpha.

Trotz der Gräueltaten des NS-Regimes, die jetzt durch amerikanische Kriegsberichter der Weltöffentlichkeit publik gemacht wurden, hielt das Fraternisierungsverbot des US-Oberkommandos niemals stand und wurde wenig später aufgehoben. Schnell erkannten die Amerikaner, dass die unter dem Begriff Re-education laufende Entnazifizierung der Deutschen nicht erzwungen werden musste. Die Kultur und Lebensweise der kurz „GI’s“ genannten US-Soldaten fand vor allem unter den jungen Menschen großen Anklang. Der sich entwickelnde Kalten Kriege wurde fortan Katalysator einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft, die weit über die sicherheitspolitische Kooperation im Rahmen des NATO-Bündnisses hinausging. „Everyday Life“ gibt Einblicke in das Zusammenleben von US-Soldaten und deutschen Zivilisten im Fulda Gap, einer der geostrategisch brisantesten Landstriche während des Kalten Krieges.

Dauer: 2 Stunden

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person // Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: US-Camp Point Alpha, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf

Ende: US-Camp Point Alpha


Barrierefreie Kurzführung über den ehemaligen amerikanischen Beobachtungsposten Point Alpha

Die Rhön ist eine einzigartige Kulturlandschaft zwischen den Ländern Hessen, Thüringen und Bayern. Wo heute das „Land der offenen Fernen“ zum Wandern und Radfahren einlädt, prägte über viele Jahre hinweg der Eiserne Vorhang das Leben der Menschen. Nirgendwo können Szenerie und das Bedrohungsgefühl des Kalten Krieges besser nachempfunden werden, als in der Gedenkstätte Point Alpha. Hier, wo NATO und Warschauer Pakt sich über Jahrzehnte beobachteten und jede Seite mit dem Beginn des Dritten Weltkrieges rechnete, steht heute der denkmalgeschützte Beobachtungsposten Point Alpha als Mahnmal für Teilung und Grenzopfer ganzjährig für Touristen offen.

Dauer: 1 Stunden

Preis Führung: 35,00 € zzgl. Eintrittspreise pro Person // Fremdsprachenführung (Englisch): 45,00€ zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: US-Camp Point Alpha, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf

Ende: US-Camp Point Alpha


Wanderung am Grünen Band im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Die Gedenkstätte Point Alpha liegt landschaftlich reizvoll im Zentrum Deutschlands mitten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, direkt auf dem Nationalen Naturmonument „Grünes Band“. Bei einer Führung erfahren Sie, wie aus dem damaligen Todesstreifen der DDR-Grenzanlagen eine Lebenslinie mit charakteristischen Tier- und Pflanzenarten wurde und welche Relikte der Vergangenheit die Landschaft auch 30 Jahre nach dem Ende des Grenzregimes der DDR birgt. Sie erhalten zunächst einen ausführlichen Einblick in die Ausstellung „Das Grüne Band – vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ sowie in die Ausstellungsbereiche zum UNESCO-Biosphärenreservat. Gedenkstättenmitarbeiter vermitteln Ihnen Hintergründe zur Idee und zum Hintergrund des Nationalen Naturmonumentes Grünes Band. Anhand von diversen Exponaten lernen Sie die Besonderheiten der Natur und der Landschaft der Vorderrhön kennen. Bei einer anschließenden Wanderung auf dem Kolonnenweg am Grünen Band hin zur ehemaligen Führungsstelle Wiesenfelder Turm werden Sie auf die die Relikte der DDR-Grenzanlagen und auf die Flora und Fauna rechts und links des ehemaligen Patrouillenweges hingewiesen.

Dauer: 2,5 bis 3 Stunden

Preis Führung: 45 € zzgl. Eintrittspreis pro Person

Gruppen bis 25 Personen.

Treffpunkt: Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1, 36419 Geisa

Ende: Haus auf der Grenze, Platz der Deutschen Einheit 1, 36419 Geisa oder US-Camp Point Alpha, Hummelsberg 1, 36169 Rasdorf