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Zeitzeugenabend im Haus auf der Grenze - keine Anmeldungen mehr möglich

veröffentlicht am 08.09.2020

Am 14. September 2020 lädt die Point Alpha Stiftung zu einem öffentlichen Zeitzeugenabend zum Thema „Mittel- und Osteuropa 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs“ um 19:30 ein. Aufgrund der Nachfrage wurde die Veranstaltung in das Haus auf der Grenze verlegt. Zudem sind leider keine weiteren Anmeldungen mehr möglich.

Von 1945 bis 1991 beanspruchte die Sowjetunion Teile Mittel- und Osteuropas als eigenen Herrschaftsbereich. Noch bis in die frühen 1980er Jahre wurden Autonomiebestrebungen regelmäßig durch die Androhung oder den Einsatz sowjetischer Streitkräfte unterdrückt. Ungarn gelang 1989 als erstem Staat ein Ausscheren aus dem östlichen Herrschaftsbereich. Die Friedliche Revolution in der DDR und der damit verbundene Fall des Eisernen Vorhangs leiteten endgültig den Zerfall des – oft despektierlich einfach Ostblock genannten – Imperiums der Sowjets ein, bis schließlich zum Jahresende 1991 die einstige Weltmacht selbst unterging. Für Vladimir Putin, den heutigen russischen Präsidenten, war dies die „größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts. In den meisten Staaten Mittel- und Osteuropas sind mittlerweile lebendige Demokratien entstanden, mit eigenen Dynamiken und Problemen.

Als öffentlicher Teil einer zweitätigen Seminarveranstaltung der Point Alpha Akademie sprechen Dr. Axel Hartmann und Joachim Jauer über die Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa und laden das Publikum zur Diskussion ein.

Dr. Axel Hartmann trat 1980 in den Auswärtigen Dienst ein. Es folgten Stationen in der Abteilung für Abrüstung und Rüstungskontrolle, in der deutschen Botschaft in Ungarn sowie bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der NATO. 1987 wechselte er in die außenpolitische Abteilung des Bundeskanzleramtes und betreute dort die bilateralen Beziehungen zu den Staaten des Warschauer Paktes und den KSZE-Prozess. Nach der Wiedervereinigung wechselte er zum Freistaat Thüringen und war unter anderem KSZE- und OSZE-Beauftragter der Bundesländer.

Joachim Jauer arbeitete zunächst als Redakteur und Moderator beim RIAS in Berlin. 1966 wechselte er zum ZDF und berichtete als Korrespondent aus der DDR. Es folgten Tätigkeiten für die Sendung „Kennzeichen D“ sowie die Leitung des ZDF-Büros in Ost-Berlin. Später arbeitete er als Sonderkorrespondent für Mittel- und Osteuropa. Er berichtete unter anderem über die Umbrüche in Ungarn und in den anderen Staaten des Warschauer Paktes sowie über die Kriege in Jugoslawien. Danach war er Leiter des ZDF-Studios in Berlin.

Partner sind die Hessische Landeszentrale für politische Bildung sowie bpb: Anerkannter Bildungsträger.