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Tag der Deutschen Einheit auf Point Alpha – Kranzniederlegung, Festakt und Familientag

veröffentlicht am 05.10.2018

Traditionell begannen die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit auf Point Alpha am Nachmittag des 02. Oktober mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des DDR-Grenzregimes. Beim sich anschließenden Festakt sprach der Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick. Der Familientag zum Tag der Deutschen Einheit wurde wieder mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Fahrzeughalle des US-Camps eröffnet.

Trotz Sturm und Regen fanden sich etwa 200 Menschen zur Kranzniederlegung am Denkmal der Deutschen Einheit vor dem US-Camp ein. Wie in jedem Jahr unterstützte die Kyffhäuser-Kameradschaft aus Rasdorf die Niederlegung der Kränze der hessischen und thüringischen Landesregierungen, Landtage sowie der beiden Landkreise im Gedenken an jene Menschen, die beim Versuch die DDR zu verlassen ihr Leben lassen mussten.

Nach der Kranzniederlegung wurde der Festakt in der Fahrzeughalle des US-Camps durch den ehrenamtlichen Vorstand der Point Alpha Stiftung, Berthold Jost, eröffnet. Als Redner sprachen Dr. Manuel Lösel, Staatssekretär im hessischen Kultusministerium, für die hessische Landesregierung, Raymond Walk, Mitglied des thüringischen Landtags, als Vertreter des Freistaats und Generalmajor John L. Gronski, U.S. Army Europe, Grußworte.  

Die Festansprache wurde in diesem Jahr vom Bamberger Erzbischof, Prof. Dr. Ludwig Schick, gehalten. Erzbischof Schick betonte in seiner Ansprache vor allem die Wichtigkeit eines Bekenntnisses zur Europäischen Union und zu den Werten, für die diese Gemeinschaft stehe. Zudem appellierte er an die Zuhörerinnen und Zuhörer entschieden all jenen entgegen zu treten, die Spaltung, Nationalismus und Extremismus zurückwünschten oder unbedarft zu Parteigängern derartiger Kräfte würden. Schick, der lange Zeit Weihbischof und Generalvikar in Fulda war, konnte auch von seinen eigenen Erfahrungen mit der Deutschen Teilung berichten und wie glücklich er war, als er aus dem Fenster der Domdechanei sehen konnte, wie sich der Domplatz zum ersten Mal mit Trabbis füllte.

Den Abschluss des Festakts bildete eine Rede vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Point Alpha Stiftung und Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld. Wingenfeld dankte Erzbischof Schick für seine klaren Worte und fügte an, dass es ein besonderes Glück für uns Deutsche sei, dass wir den 03. Oktober als Freudentag begehen dürften und mit Zuversicht auf ein vereintes Deutschland und Europa blicken sollten. Die Stadtkapelle Geisa, die den Festakt begleitete, schloss mit den Nationalhymnen der USA und Deutschlands.

Am 3. Oktober wurde der Deutschen Einheit dann in einem ökumenischen Festgottesdienst gedacht, in dem der Erfurter Generalvikar Raimund Beck die Predigt hielt. Weitere Zelebranten waren unter anderem Superintendent Dr. Ulrich Lieberknecht aus Bad Salzungen sowie Diakon Dr. Meins Coetsier aus dem Dekanat Hünfeld-Geisa. Im Anschluss nutzten über 1000 Menschen die Gelegenheit zur Begegnung bei Frühschoppen, Rhöner Spezialitäten und Musik durch die Stadtkapelle Geisa und den Musikverein Ketten.

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