Aktuelles

Sommertour von Ministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen)

veröffentlicht am 26.07.2018

Die aus Gera stammende thüringische Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen), ist zurzeit auf ihrer Sommertour entlang des Grünen Bandes an der Thüringer Landesgrenze unterwegs. Aus diesem Grund führte sie ihr Weg auch am 25.07. in die Rhön um die Gedenkstätte Point Alpha zu erkunden.

Das Vorstandsmitglied der Point Alpha Stiftung, Berthold Jost, begrüßte die Staatsministerin und die Gäste, die sie begleiteten, darunter Manfred Grob MdL (CDU), den Bürgermeister der Stadt Geisa, Martin Henkel und Karl-Friedrich Abe, Dienststellenleiter der Verwaltungsstelle Thüringen des Biosphärenreservates Rhön.

Jost informierte über die Arbeit und die nationale und internationale Bedeutung der Mahn- und Gedenkstätte sowie der Akademie Point Alpha. Zu dem geplanten Gesetzentwurf „Nationales Naturmonument Grünes Band“  gab Jost der Ministerin einige Anregungen mit auf den Weg. So sei es wichtig, dass die kulturellen Belange und der Naturschutz gleichberechtigt behandelt würden. Es dürften keine Doppelstrukturen im Bildungs- u. Vermittlungsbereich aufgebaut werden. Im Haus auf der Grenze gibt es bereits eine Dauerausstellung über das Biosphärenreservat Rhön. Point Alpha bietet Programme und Führungen zum Thema Naturschutz und dem Grünen Band regelmäßig an. Es gibt auch eine enge Zusammenarbeit  mit den Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates Rhön.  Es sei deshalb sinnvoll die vorhandenen Strukturen personell und finanziell zu unterstützen. Ebenso dürfe die weitere Entwicklung der Grenzmuseen nicht behindert werden. Die Unterhaltung und Erneuerung der vorhandenen Infrastruktur im Bereich des Grünen Bandes müsse ebenfalls gewährleistet werden. Die Ministerin geht davon aus, dass im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens im Landtag ganz sicher noch Änderungen im vorliegenden Entwurf vorgenommen werden.

Im Anschluss wurde die Ministerin von unserem Mitarbeiter Danny Chahbouni in die Geschichte der Grenzanlage zwischen DDR und BRD eingeführt. Besonderes Interesse zeigte die Umweltministerin an der neuen Ausstellung zum Biosphärenreservat Rhön, welche die Entwicklung vom ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze zur heutigen Lebenslinie für allerlei seltene Tiere und Pflanzen der Rhön aufzeigt. 

Hierbei wird klar, dass es sich bei dem Biosphärenreservat um einen echten Geheimtipp für interessierte Naturbeobachter handelt, der mit zahlreichen Naturparks wie dem Schwarzen Moor, dem Roten Moor und dem Sternenpark Hohe Geba auf Gäste wartet.

Ein kurzer Fußmarsch führte dann entlang der Mustergrenze zum früheren US-Camp OP Alpha, wo sich die Ministerin in einer kurzen Abschlussrede für die fachkundige und interessante Führung durch die Anlage bedankte und anschließend zu einem Imbiss  und Gesprächen einlud. Bei dieser Gelegenheit bat Jost die Ministerin um Unterstützung, dass Thüringer Schulen das Angebot  von Point Alpha stärker annehmen, als das bisher der Fall ist. Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Schulklassen  aus Thüringen 13 % gegenüber 87 % aus Hessen.

Am Nachmittag war Ministerin Siegesmund gemeinsam mit der hessischen Umweltministerin Priska Hinz am landesübergreifenden Naturschutzgebiet im Dankmarshäuser Rhäden verabredet. 
Am Ende des Tages folgte eine Sternenführung im Sternenpark Hohe Geba.

Bilder