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Point Alpha Stiftung will Preisverleihung nun selbst in die Hand nehme

veröffentlicht am 05.05.2020

„In diesem Jahr fällt die Verleihung des Point-Alpha-Preis in der Gedenkstätte wohl aus“, diese Vermutung äußert Dr. Fennel, ehrenamtlicher Vorstand der Point Alpha Stiftung. Bis Ende Februar sei kein Beschluss des „Kuratorium Deutsche Einheit" über einen Preisträger oder eine  Preisträgerin für diese Auszeichnung  zustande gekommen.

Zum Hintergrund: Das Kuratorium ist ein eigenständiger, gemeinnütziger eingetragener Verein, der den Point-Alpha-Preis seit 2005 für Verdienste um die deutsche und europäische Einheit in Frieden und Freiheit verleiht. Während sich die Stiftung seit ihrem Bestehen um die Organisation und Durchführung des Festakts kümmert, oblag dem Kuratorium weiter die Auswahl eines Preisträgers und die Beschaffung des Preisgelds in Höhe von 25.000 Euro.

„Die Situation um die Point Alpha Preisverleihung ist äußerst bedauerlich, zumal in 2018 die Zeremonie in Ermangelung eines würdigen Preisträgers ins Wasser fiel und 2017  schon das Kuratorium nur mit Hilfe der Stiftung und des Fördervereins Point Alpha Preisträger und Preisgeld sicherstellen konnte“, macht  Dr. Fennel deutlich. „So kann das natürlich nicht weitergehen mit den wiederkehrenden Unsicherheiten und den kurzfristigen organisatorischen Strapazen für die Organisation. Deshalb hatte der Stiftungsrat bereits im Herbst 2018 einen Grundsatzbeschluss gefasst, der sicherstellen soll, dass eine Vergabe dieses international anerkannten Preises in Zukunft kontinuierlich auf der Gedenkstätte Point Alpha am oder um den 17. Juni eines Jahres gewährleistet sein wird.“ Dieser Beschluss besage zudem, dass  die Stiftung laut satzungsgemäßer Vorgabe diese Preisverleihung selbst vornimmt, wenn dies nicht durch eine partnerschaftliche Kooperationsvereinbarung mit dem Kuratorium zu für die Zukunft sichergestellt werde.

Nachdem beide Voraussetzungen, die eigentlich bis zum Spätherbst 2019 geklärt sein sollten, bis zur Sitzung des Stiftungsrates am 3. April nicht vorlagen, wird die Stiftung diese Aufgabe künftig selbst in die Hand nehmen. Der Vorstand mit Dr. Eberhard Fennel und Berthold Jost wird nun hierfür einen Verfahrensvorschlag für den Stiftungsrat erarbeiten. Allerdings wird eine zunächst angedachte Preisverleihung in Verbindung mit dem Tag der Deutschen Einheit aus organisatorischen Gründen wegen der fortbestehenden Unsicherheiten durch die Coronaviruspandemie für Großveranstaltungen kaum  möglich sein.

Abschließend hob der Vorstand die großen Verdienste des Kuratoriums Deutsche Einheit für die seinerzeitige Initiative im Vorfeld der Gründung der Stiftung für diesen herausragenden Preis hervor. Hierfür gehöre allen damals Beteiligten Dank und Anerkennung. Allerdings habe der seinerzeitige Hauptinitiator für den ersten Preis und „Vater von Point Alpha“, Berthold Dücker, bereits 2018 im Vorstand der Stiftung darauf hingewiesen, es sei nun an der Zeit, dass die Stiftung die Preisverleihung selbst in die Hand nehme. Er habe daher schon bei Gründung der Stiftung auf die Aufnahme einer entsprechenden Preisverleihung durch den Stiftungsrat in die Satzung hingewirkt. Eigentlich hätte nach seiner Aussage dieser Schritt schon damals vollzogen werden sollen.

Zum Foto:

Der Point Alpha Preis – hier eine Aufnahme mit dem letztjährigen Preisträger Jean-Claude Juncker - ist  für die Gedenkstätte Aushängeschild und Herzensangelegenheit: Deshalb wollen der Stiftungsrat mit dem Vorsitzenden Dr. Heiko Wingenfeld (2.v.l.) und der ehrenamtliche Vorstand mit Berthold Jost (links) und Dr. Eberhard Fennel (rechts) „Nägel mit Köpfen machen“ um eine Verleihung in der Zukunft sicherzustellen.  Foto: Point Alpha

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