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Gedenkstätte Point Alpha bleibt bis auf Weiteres geschlossen

veröffentlicht am 01.12.2020

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden verlängert. Daher bleibt auch die Gedenkstätte Point Alpha mit den Ausstellungen im Haus auf der Grenze und im ehemaligen US-Camp leider bis auf weiteres geschlossen. „Wir müssen die Kontakte weiter einschränken, damit die Infektionszahlen sinken und dazu wird natürlich auch die Point Alpha Stiftung ihren Beitrag leisten“, erläutert Geschäftsführer Sebastian Leitsch. „Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen. Eventuelle Änderungen werden wir aber auf der Homepage, über Facebook und die Medien umgehend bekanntgeben. Natürlich ist die Situation für uns schmerzlich, aber die Gesundheit der Menschen geht vor“.

Bereits gebuchte Führungen und Zeitzeugengespräche werden automatisch storniert. Interessierte, Gruppen, Schulklassen oder Vereine können auch während der Schließung neue Termine für das Jahr 2021 unter der Telefonnummer (06651) 919030 oder per E-Mail unter service@pointalpha.com vereinbaren. Aktuelle und weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.pointalpha.com und bei Facebook unter www.facebook.com/PointAlpha.

„Interessierte können aber weiterhin unsere digitalen Angebote auf dem PC, Tablet oder dem Smartphone nutzen und wir kommen dann zu ihnen ins Wohnzimmer“, ergänzt der Wissenschaftliche Leiter Dr. Roman Smolorz. Denn über die Gedenkstätte Point Alpha kann man nicht nur auf der Internetseite umfangreiches Text- und Bildmaterial finden, sondern auch Videos auf dem Point-Alpha-YouTube-Kanal. Hier hat das wissenschaftliche Team der Stiftung einige Beiträge eingestellt, die sich mit einzelnen Aspekten rund um Point Alpha beschäftigen.

Die neuste Produktion trägt den Titel „Die Grenzöffnungen 1989“. Vom alten Beobachtungsturm der Grenztruppen der DDR zwischen Buttlar und Rasdorf aus hat sich das wissenschaftliche Team der Stiftung diesmal mit den Auswirkungen der innerdeutschen Teilung und dem Fall des Eisernen Vorhangs in der Region der hessisch-thüringischen Grenze bei Point Alpha befasst. Ergänzt wird das Video mit historischen Fotografien und Anmerkungen zur Regionalgeschichte ab dem 20. Jahrhundert bis hin zum Fall des Eisernen Vorhangs im November und Dezember 1989.
Weitere Videos gibt es zu folgenden Themen:
Der Beobachtungsturm im US-Camp
Das Grüne Band und das Biosphärenreservat
Die Rhön als historische Grenzregion: Der Grenzstein auf Point Alpha
Überwachung der „Staatsgrenze West“: Die Beobachtungstürme der Grenztruppen der DDR

Ein Teil der Gedenkstätte Point Alpha kann auch trotz der Schließung besucht werden. Die Rekonstruktionen der Grenzanlagen zwischen dem Haus auf der Grenze und dem US-Camp sind frei zugänglich, ebenso wie der „Weg der Hoffnung“. Auf diesem stehen entlang des Todesstreifens der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen vierzehn monumentale Skulpturen, die an die Stationen des christlichen Kreuzweges anknüpfen. So, wie die eisernen Skulpturen an den Eisernen Vorhang erinnern sollen, so soll auch dessen Länge (1.400 Meter) an die Länge der ehem. innerdeutschen Grenze (1.400 km) erinnern. Der „Weg der Hoffnung“ ist eine interessante Zeitreise an die Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit.

Wanderern bietet der Grenzlehrpfad von Wenigentaft bis zum Rasdorfer Berg auf einer Strecke von rund zehn Kilometern auf 16 Infotafeln geschichtliche Hintergründe zur Deutschen Teilung, Erläuterungen zur Entwicklung der Grenzanlagen, Berichte über Grenzvorfälle, Informationen zum Biosphärenreservat Rhön und zum Grünen Band. So können sich Wanderer auch ohne fachliche Begleitung über die historischen Orte und die geschichtlichen Hintergründe informieren. Der Grenzlehrpfad beginnt in der Ortschaft Wenigentaft, die im ehemaligen 500-Meter-Sperrgebiet lag. In der Nähe des früheren Bahnhofs befindet sich ein Parkplatz. Hier steht bereits die erste Tafel mit Informationen über den Ort und eine Übersichtskarte des Grenzlehrpfads.

Gutscheine behalten Gültigkeit

Gutscheine unserer Gäste, die eigentlich bis zum 31. Dezember 2020 hätten eingelöst werden müssen, behalten ihre Gültigkeit bis zum 31. Dezember 2021. Aufgrund der Corona-Schließung gab es für viele Besucher nicht die Gelegenheit, ihre Gutscheine einzusetzen , daher hat sich die Point Alpha für diese kulante Lösung entschieden.