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Dauerausstellung in Baracke A inhaltlich aktualisiert

veröffentlicht am 05.08.2020

Die Gedenkstätte Point Alpha, auf und an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen gelegen, leistet mit ihrem breiten thematischen Spektrum einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an mehr als 40 Jahre deutscher sowie europäischer Geschichte. Rund um den Kalten Krieg, die deutsche Teilung, das Grenzregime der DDR sowie die Stationierung von und das Zusammenleben mit den US-Streitkräften in der Region Osthessen verläuft das vielfältige museale Angebot.

Da sich aber auch die Forschung permanent weiterentwickelt und neue Erkenntnisse gewinnt, bedarf auch das museale Angebot einer regelmäßigen Überarbeitung. Kürzlich wurde daher die Dauerausstellung in der Baracke A des ehemaligen „Observation Post Alpha“ inhaltlich aktualisiert und in ihrer Form erneuert.

 „Das Ergebnis ist gelungen“, bilanziert der Wissenschaftliche Leiter Dr. Roman Smolorz. Durch die Veränderungen zieht sich jetzt sowohl gestalterisch, in Form einer neuen Klarheit in der Vermittlung von Informationen, als auch inhaltlich ein „Roter Faden“ durch die aktualisierte Ausstellung und die Gedenkstätte.

Dr. Smolorz: „Unsere Besucherinnen und Besucher finden nun ein stimmiges Gesamtbild an dem Lern- und Begegnungsort zwischen Rasdorf und Geisa vor.“ Im Zuge der Maßnahme wurden überdies Teile der Kommunikationstechnik verbessert und der Fußboden in der Veranstaltungshalle erneuert.

Die Überarbeitung der Dauerausstellung in Baracke A erfolgte federführend durch die Firma beier+wellach projekte aus Berlin. Die Umsetzung übernahm, nach erfolgter Ausschreibung, die Firma id3d GmbH. Die Konzeption begleiteten als Kurator Herr Professor Hanno Sowade, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Point Alpha Stiftung, und Herr Peter Wellach, Geschäftsführer von beier+wellach projekte.

Gefördert wurde das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien mit rund 75500 Euro. Ferner unterstütze auch die Hessische Landeszentrale für politische Bildung mit etwa 38000 Euro sowie die Thüringer Staatskanzlei mit 42.000 Euro. Die Point Alpha Stiftung steuerte einen Eigenanteil von 16.500 Euro bei. Eine geplante Präsentation der überarbeiteten Ausstellung fiel im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie leider aus, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt, zusammen mit dem Gesamtabschluss anderer Maßnahmen zur Aufwertung des Außenbereichs der Gedenkstätte, nachgeholt werden.

Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, die neue und überarbeitete Ausstellung in den Räumen der Gedenkstätte zu entdecken.