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Buchvorstellung am 7.11. // Todesstreifen - Aktionen gegen die Berliner Mauer

veröffentlicht am 18.10.2019

Dirk Mecklenbeck und Raik Adam: Todesstreifen – Aktionen gegen die Berliner Mauer

07.11.2018 18:30 Uhr Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze

Am Vorabend des traditionellen Schülerprojekttages findet in der Gedenkstätte eine multimediale Lesung der Autoren Dirk Mecklenbeck und Raik Adam aus ihrer Graphic Novel „Todesstreifen- Aktionen gegen die Mauer in West Berlin“  statt.

 

Die Autoren Dirk Mecklenbeck und Raik Adam erzählen in dieser Graphic Novel die Geschichte ihrer Jugend. Nach ihrer Ausbürgerung aus der DDR treffen sie und zwei weitere Freunde sich in der jahrelang herbeigesehnten Freiheit West-Berlins wieder. Sie teilen eine Vergangenheit geprägt von Überwachung, Schikane und Verhaftungen, denn als Wehrdienstverweigerer, Hausbesetzer oder Demonstranten protestierten sie gegen das durchmilitarisierte Leben im SED-Staat. Anstatt diesem nun den Rücken zu kehren und sich der scheinbar allgemein herrschenden Gleichgültigkeit der Westdeutschen gegenüber der Mauer anzuschließen, sagen sie der Rechtlosigkeit, Gleichschaltung und Unterdrückung, die für viele Menschen in der DDR noch immer eine Lebenswirklichkeit sind, erneut den Kampf an: Mit Aktionen gegen das wichtigste Symbol der SED-Diktatur, der Berliner Mauer und deren Sperranlagen, wollen sie die gewachsene Opposition und den Widerstand in der breiten Bevölkerung unterstützen und ein radikales Statement setzen für ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben.

Dirk Mecklenbecks ausdrucksstarke, realistische Illustrationen basieren zum Teil auf direkt während des Geschehens entstandenen Fotografien. Sie erscheinen in vierfarbigem Druck und zeichnen, angereichert mit Originaldokumenten aus Stasi-Akten und kurzen Zwischentexten zur Erläuterung der historischen Hintergründe, ein lebensnahes Bild der Ereignisse.

Verbunden ist diese Abendveranstaltung mit dem hessisch-thüringischen Schülerprojekttag der Gedenkstätte, bei dem auch in diesem Jahr über 200 Schülerinnen und Schüler erwartet werden. Unter dem Motto „Jugend in der DDR – zwischen Anpassung, Rebellion und Umbruch“ treffen Schulklassen auf unterschiedliche Zeitzeugen, lernen diverse Lebensgeschichten kennen und kommen mit Persönlichkeiten ins Gespräch. Auch in diesem Jahr werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, ihre Erkenntnisse medial auf unterschiedliche Art und Weise zu dokumentieren.