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Bitterfeld - Vom Synonym für die DDR-Umweltverschmutzung zum "Startup" der Deutschen Einheit

veröffentlicht am 11.02.2019
Abendveranstaltung: 14.02.2019, 18:30 Uhr
 
Zu DDR-Zeiten war Bitterfeld der Hauptort der ostdeutschen Chemieindustrie. Die Stadt war geprägt von einer hohen Umweltbelastung mit zum Teil gravierenden Auswirkungen auf Mensch und Natur. Unter Parolen wie „Chemie gibt Wohlstand, Brot und Schönheit“ baute die DDR die Industrie in Bitterfeld massiv aus. Die Auswirkungen auf Wasser, Luft und Boden waren katastrophal: Schadstoffemissionen machten Bitterfeld zu einem der am höchsten durch Luftverunreinigung belasteten Gebiete Deutschlands; Abfallprodukte kontaminierten Wasseroberflächen, Grundwasser und Böden.
Noch heute wird die Stadt vielfach mit Ihrer „schmutzigen“ Vergangenheit assoziiert. Dabei hat Bitterfeld nach der Wiedervereinigung Deutschlands eine beachtliche Entwicklung genommen: Programme zur Säuberung des Bitterfelder Raums von schädlichen Umwelteinflüssen und die Ansiedlung neuer, umweltfreundlicher Unternehmen gelangen. Die Stadt erfand sich in einem langwierigen und schwierigen Prozess neu. Was dort geleistet wurde, aber auch wo nach wie vor Probleme bestehen, damit befasst sich die von Joachim Jauer moderierte Veranstaltung.