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Ausstellung „Mauern, Gitter, Stacheldraht“ im Haus auf der Grenze

veröffentlicht am 03.08.2020

Die Repressionen in SBZ und DDR zwischen 1945 und 1990 waren vielseitig. Zu Leidtragenden wurden meist junge Menschen, die wegen ihrer Einstellung oder Lebensweise in Konflikt mit dem Staat gerieten. Die Ausstellung „Mauern, Gitter, Stacheldraht“, die am 19. August um 18:30 Uhr auf Point Alpha eröffnet wird, gibt ihnen und so vielen anderen ein Gesicht. Sie erzählt von den Schicksalen deportierter Frauen und Mädchen, von Internierten in deutschen und osteuropäischen Spezial- und Arbeitslagern, von politischen Häftlingen in DDR-Zuchthäusern, von an der innerdeutschen Grenze Zwangsausgesiedelten und von den durch die DDR-Staatssicherheit Verfolgten und Inhaftierten. Die Ausstellung ist gefördert durch Mittel der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Eingeleitet wird der Abend durch Alexander Bauersfeld von der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.. Er berichtet aus eigener Erfahrung, da er im Südharz aufwuchs – „leider auf der falschen Seite“, wie er oft an dieser Stelle selber sagt. Wegen seiner kirchlichen Friedensarbeit saß er eineinhalb Jahre in der DDR im Gefängnis, bis er 1984 durch die Bundesrepublik Deutschland freigekauft wurde. 

Alexander Bauersfeld mahnt, beider deutscher Diktaturen zu erinnern und will mit seinem Engagement der Öffentlichkeit ein realistisches Bild vermitteln. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 30. November 2020.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen@pointalpha.com bis 17. August, 17 Uhr und nachfolgender Rückbestätigung möglich.