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Abendveranstaltung: 70 Jahre Marshall-Plan am 22. 11.

veröffentlicht am 13.11.2018

70 Jahre Marshall-Plan

Abendveranstaltung mit den Historikern Philipp Gassert und Peter Wellach

Am 22. November 2018, um 18:30 Uhr, begrüßen die Point Alpha Stiftung und die German-American Business and Cultural Association (GABACA) die beiden Historiker Philipp Gassert (Mannheim) und Peter Wellach (Berlin) im Haus auf der Grenze der Gedenkstätte Point Alpha zur Abendveranstaltung „70 Jahre Marshall-Plan“.

Im Jahr 1947 wurde das Wiederaufbauprogramm für Europa durch den damaligen US-Außenminister George C. Marshall entwickelt und im Frühjahr 1948 durch den US-Kongress bewilligt. Schaut man auf die Ergebnisse des Programms, dann ist die positive Wahrnehmung im kulturellen Gedächtnis der Deutschen sicherlich unumstritten. Ganz anders sieht es allerdings bei der Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der Initiative aus. Schon Ludwig Erhardt leitet 1957 in seinem Buch „Wohlstand für alle“ kaum Effekte aus dem European Recovery Program (ERP) für sein Konzept der sozialen Marktwirtschaft ab. Und auch heute sind die Auswirkungen des ausgewiesenen Wirtschaftsprogramms auf den Aufschwung in Deutschland in der Wissenschaft umstritten. 70 Jahre später sind „Marshall-Plan-Initiativen“ für Afrika, den Nahen Osten oder Afghanistan wieder häufig Gegenstand politischer Debatten. Im Zuge der Abendveranstaltung soll die Wirkung des Hilfsprogramms in ihren verschiedenen Dimensionen diskutiert werden.

Prof. Dr. Philipp Gassert ist Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien. Er wird den Marshall-Plan in seinen grundlegenden Zielen und Maßnahmen besonders im Hinblick auf seine lenkungspolitischen Auswirkungen vorstellen.  Peter Wellach (M.A.) ist Historiker und Geschäftsführer des Ausstellungsbüros beier+wellach projekte, wird aus seinem Dissertationsprojekt neue wissenschaftliche Erkenntnisse der kommunikativen Strategien und Maßnahmen des Marshall-Plans darstellen und die Einbindung in die „Containment-Politik“ der US-Regierung. Dabei stehen vor allem die kulturellen Projekte des bis dahin größten staatlich organisierten und finanzierten kulturellen Publicity-Programms im Mittelpunkt der Betrachtung.

Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Point Alpha Stiftung jederzeit zur Verfügung.