„Briefe ohne Unterschrift“ – Wie eine BBC-Radiosendung DDR-Bürgern eine Stimme verlieh

Lesung mit der Autorin Susanne Schädlich

Eine deutschsprachige BBC-Sendung, in der Briefe von DDR-Bürgern vorgelesen wurden? Die Autorin Susanne Schädlich hat diese bisher unbekannte Episode des Kalten Krieges in Ihrem Werk „Briefe ohne Unterschrift“ erforscht. Die Ergebnisse sind erstaunlich: Von 1955 bis 1975 schickten DDR-Bürger heimlich Briefe an eine Westberliner Tarnadresse. Diese wurden einige Tage später in einer Radiosendung der britischen BBC vorgelesen. Nicht wenige der Absender konnte die Stasi ausfindig machen. Susanne Schädlich stellt zusammen mit den Biografien der Absender eine Auswahl an Briefen aus ihrem Buch vor und schafft es, nicht nur den Menschen ein Denkmal zu setzen, sondern auch darzustellen, was die DDR-Bürger in ihrem Alltag bewegte. Ob Schüler, Bauern, NVA-Soldaten oder Hausfrauen: Der Drang, Kritik am SED-Regime zu äußern, war in allen Bevölkerungsteilen verbreitet.

Der Eintritt ist frei!

In Kooperation mit:

Mittwoch, 14. März 2018 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr
Haus auf der Grenze
Platz der deutschen Einheit 1
36419 Geisa
Birgit Konrad
Organisation Gedenkstätte
Telefon (06651) 91 90 30
E-Mail: birgit.konrad@pointalpha.com