Niederschlagung des Prager Frühlings

Als am 20. August 1968 Truppen des Warschauer Paktes in Prag intervenierten, endete die Hoffnung der tschechoslowakischen Bevölkerung auf Reformen und Liberalisierung. Der Slowake Alexander Dubček, seit Januar erster Sekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPC), hatte seine Vorstellungen auf die eingängige Formel eines "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" gebracht. Zulassung privater Strukturen in der Wirtschaft und der Verzicht auf das Machtmonopol der KPC waren zentrale Punkte der neuen Politik. Der Hoffnungsträger Dubček, unterstützt von weiten Teilen der Öffentlichkeit, setzte sich damit aber der Kritik doktrinärer Hardliner im eigenen Land und in den "sozialistischen Bruderstaaten" aus. Neben Walter Ulbricht verurteilte besonders der polnische Parteichef Władysław Gomułka den Prager Kurs. Mit dem Einmarsch sowjetischer, ungarischer, polnischer und bulgarischer Truppen endete der "Prager Frühling" gewaltsam. Erst zwei Jahrzehnte später brachten die demokratischen Kräfte das Regime friedlich zu Fall.

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