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„Flucht und Migration in Thüringen nach 1945“ Medienprojekt von Schülern des Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums wird in Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera vorgestellt.

Gera. Die große Zahl der in die Bundesrepublik gekommenen Flüchtlinge und Asylbewerber hat seit 2014 zu Diskussionen über die Grenzen der Belastungs- und Aufnahmefähigkeit in Deutschland geführt hat. Begriffe wie „Willkommenskultur“ „Integration“, aber auch „Flüchtlingskrise“ und „Zustrom“ kennzeichnen seitdem die Debatte. Immer wieder wird in diesem Kontext die Frage aufgeworfen, ob sich Deutschland als Einwanderungsgesellschaft verstehen sollte und inwiefern unsere Gesellschaft durch Zuwanderung geprägt war bzw. ist?

Im Rahmen von Zeitzeugengesprächen haben sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Karl-Theodor-Liebe-Gymnasiums daher intensiv mit verschiedenen Formen der Zuwanderung nach Thüringen auseinandergesetzt. Begleitet von Pädagogen der Thüringer Landesmedienanstalt führten die Jugendlichen während eines dreitägigen Aufenthaltes in der Point Alpha Akademie in Geisa Interviews mit Zeitzeugen durch und erstellten daraus Kurzfilme. Die Kurzfilme dokumentieren die Erlebnisse von Vertriebenen in den Jahren 1945/46, der Ankunft einer Spätaussiedlerin aus Kasachstan Mitte der 1990er Jahre sowie einer jungen Afghanin, die im vergangenen Jahr nach Thüringen gekommen ist.

Im Rahmen einer Präsentation unter dem Titel Flucht und Migration in Thüringen seit 1945“ werden die entstandenen Filme nun am Mittwoch, den 22. Februar, 18 Uhr, in der Gedenkstätte Amthordurchgang erstmalig gezeigt. Neben der Vorführung der Interviews werden die Schülerinnen und Schüler auch über ihre Erfahrungen und Erlebnisse während der Dreharbeiten und Interviews berichten.

Die Gedenkstätte Amthordurchgang, die Thüringer Landesmedienanstalt sowie die Point Alpha Akademie laden anlässlich der Präsentation dazu ein, mit den Schülern über ihre Eindrücke ins Gespräch zu kommen.

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.