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„Eine unmissverständliche Sprache“ - Point Alpha Stiftung erinnert mit Ausstellungsumbau und Dokumentarfilm an die Zwangsaussiedlungsaktionen in der DDR vor 55 Jahren

Geisa. Mit einem Dokumentarfilm sowie neuen Ausstellungsexponaten in der Gedenkstätte erinnert die Point Alpha Stiftung an die Zwangsaussiedlung von tausenden Bewohnern der grenznahen Gebiete in der DDR im Jahr 1961.
Ein besonderer Fall staatlicher Willkür ist seit Mitte Dezember in der Dauerausstellung im Haus auf der Grenze zu sehen. In Zusammenarbeit mit der Firma beier+wellach projekte wurde dafür das Schicksal der Familie Fink aus Kranlucken nahe Geisa aufgearbeitet. 1961 wurden Hermann Fink und dessen Sohn Willi nach Protesten gegen die zwangskollektivierung der Landwirtschaft gewaltsam und begleitet von massiver staatlicher Propaganda aus ihrem Heimatdorf auf das Gebiet der Bundesrepublik vertrieben.

Mit dem Dokumentarfilm „Vertreibung 1961“ erinnert die Point Alpha Stiftung zudem an das Schicksal tausender Menschen entlang der innerdeutschen Grenze, die der politischen Willkür in der DDR ausgesetzt waren und ihre Heimat im Rahmen von  Zwangsaussiedlung-smaßnahmen verloren. Der Film schildert anhand von Zeitzeugeninterviews und Dreharbeiten an Originalschauplätzen dieses heute fast vergessene Kapitel der SED-Herrschaft.

Der Dokumentarfilm „Vertreibung 1961“ wurde mit Mitteln der Sparkassenstiftung für die Wartburg-Region realisiert und wird erstmalig am 27. März 2017 um 18:30 Uhr im Haus auf der Grenze der Gedenkstätte Point Alpha gezeigt. Im Anschluss an die Erstaufführung findet ein Gespräch mit den Filmemachern statt.

Für Rückfragen steht Ihnen das Team der Gedenkstätte Point Alpha unter 06651/919030 zur
Verfügung.

Gefördert durch: Sparkassen-Stiftung der Wartburg-Region