Leseland

Leseland

Ein Kooperationsprojekt mit der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (Außenstelle Suhl), der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasiunterlagen mit der Gedenkstätte Point Alpha.
 
Leseland will nicht spektakuläre Geschichten erzählen. Bewusst liegt der Fokus auf der Sprache, die das MfS, seine Zuträger und Helfer benutzten. In den Lesungen haben diese Texte aus Akten ihre Fähigkeit nachgewiesen, tiefe Einblicke in das Wirken der SED-Diktatur zu gestatten. Die Lesungen wurden jeweils mit Schülerinnen und Schülern des Johann-Gottfried-Seume-Gymnasiums in Vacha sowie der Rhön- Ulstertal- Regelschule in Geisa durchgeführt und von den Geschichtslehrern und Mitarbeitern der Point Alpha Stiftung betreut.
 
Die Auftaktlesung fand im März 2008 auf Point Alpha statt. Es wurde Material aus der Akte vorgestellt, die das MfS zu Bernhard Fey angelegt hat, der in der Region um Point Alpha kein Unbekannter ist. Fey hatte als Jugendlicher zwei Versuche unternommen, die DDR zu verlassen. Bereits nach dem ersten Versuch wurde er inhaftiert; beim zweiten Fluchtversuch wurde er durch eine Selbstschussanlage schwer verletzt. Die Lesung stelle MfS-Texte zu den beiden Fluchten Texte gegenüber, die das weitere Leben des wieder in die DDR entlassenen nach der Haft darstellen und die insbesondere als Beleg dafür gelten können, dass die verbüßte Strafe keineswegs die Garantie dafür war, ein normales Leben führen zu können.
 
In den Präsentationen haben die Schüler ihre ganz eigenen Wege und Zugänge zu diesem Thema aufgezeigt.
Wie die Schüler der Regelschule Geisa ihr Projekt erlebten, erzählen sie auf der Homepage ihrer Schule.
 
Die Lesland Reihe wird derzeit mit den beiden obengenannten Schulen fortgesetzt. Weitere Schulen haben angemeldet zukünftig mitwirken zu wollen, so beispielsweise dass Rhöngymnasium Kaltensundheim sowie das Winfriedgymnasium Fulda.