Besucherservice

Der historische US-Beobachtungsstützpunkt erinnert an die Zeit, als hier im sogenannten „Fulda Gap“ jederzeit der Beginn eines Dritten Weltkriegs erwartet wurde und Point Alpha einer der wichtigsten Vorposten der NATO war. Nur einen Steinwurf vom Camp entfernt markieren der DDR-Grenzturm und die Rekonstruktion der Sperranlagen die Unmenschlichkeit der Grenze, die vierzig Jahre lang Deutschland, Europa und die Welt teilte.
Im "Haus auf der Grenze" sind die Mechanismen des Unterdrückungsapparates zu sehen, während eine multimediale Ausstellung die Erinnerung an die Friedliche Revolution bewahrt, die die SED-Diktatur beendete. Wenige Schritte entfernt ragen auf dem ehemaligen Todesstreifen die Stationen des „Wegs der Hoffnung“ auf. Die Skulpturenserie, die in Anlehnung an den biblischen Kreuzweg für die lange und leidvolle Vorgeschichte des gewaltlosen Umbruchs von 1989 steht, wurde am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit vollendet.

Noch bis zum 30.8. 2018 "Liebe und Zorn. Jung sein in der Diktatur“ 

Die Ausstellung im Haus auf der Grenze erzählt die Geschichte von „Barry“, „Fetzer“ und ihres Erfurter Freundeskreises in den Siebziger Jahren in der DDR. Die Jugendlichen hatten ihre eigenen Träume jenseits der DDR-Realität. Wie kann man in einer Diktatur anders sein? Was hatte dies für Konsequenzen? „Liebe und Zorn“ schaut in die Vergangenheit und verdeutlicht mit reichlich Material einen zuweilen vergessenen Teil der deutschen Geschichte.

Vor etwa 30 Jahren träumten „Barry“, „Fetzer“ und ihre Erfurter Freundinnen und Freunde von einer besseren Welt in Liebe und Toleranz. Sie träumten von San Francisco und Paris. Und von Pink-Floyd-Konzerten. Aber da sie in der DDR lebten, waren diese Dinge für sie so unerreichbar wie der Mond. Denn es gab eine Mauer, die sie von all dem trennte.

Hinter dieser Mauer waren solche Hippie-Träume verdächtig, vor allem, wenn man versuchte so zu leben, den Mut hatte anders zu sein. Der Erfurter Freundeskreis lebte in einer Diktatur, die Jugendliche zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ erziehen wollte. Aber die vorgegeben Helden konnten sie nicht begeistern, ebenso wenig wie die vom Staat verordnete Lebensweise und Kulturpolitik.

Die interaktive Ausstellung erzählt ihre Geschichten und zeigt auf, wie sie versuchten, im DDR-Alltag ihr „Anderssein“ zu leben und deshalb Einschränkungen, bis hin zu harten Repressionsmaßnahmen erleben mussten. Die Erlebnisse des Freundeskreises werden hauptsächlich in der sie prägenden Jugendzeit, von 1973 bis 1983, dargestellt. Erstmals gezeigte Privatfotos, persönliche Dokumente und Stasiakten-Auszüge lassen die Geschichten der Protagonisten und den Alltag in der Diktatur lebendig werden. 

„Liebe und Zorn“ spiegelt einen Teil der deutschen Geschichte wider. Indem Geschichte und Geschichten nachvollzogen werden können, lädt sie den Besucher ein, über die Vergangenheit nachzudenken und zu reflektieren. Ausgehend von zwei Biographien von Jugendlichen, Interviews mit ihren Müttern und einer spezifischen Gruppe Jugendlicher, die über einen Zeitraum von 12 Jahren in Fotoalben dargestellt sind, kann man die Konflikte mit der Macht und der Repressionspolitik der SED-Diktatur miterleben. Erneut widmet sich damit die Gedenkstätte Point Alpha dem Thema „Alltag in der DDR“, um besonders Jugendlichen an konkreten Beispielen, den Mangel an Freiheit im „Arbeiter- und Bauernstaat“  zu verdeutlichen.

Gedenkstätte Point Alpha
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa

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