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Studienleiter der Point Alpha Akademie nimmt an Konferenz in Seoul teil

veröffentlicht am 06.07.2015

Unser Studienleiter Sebastian Rösner nimmt aktuell für die Point Alpha Stiftung an einer Konferenz in Seoul/Südkorea teil. Damit folgte er einer Einladung des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums, das mit jungen Expertinnen und Experten sowie Multiplikatoren über die Teilung Koreas und ihre mögliche zukünftige Überwindung sprechen möchte. Das große südkoreanische Interesse an den Themen der Gedenkstätte Point Alpha zeigt die Wichtigkeit der Deutschen Wiedervereinigung und des daran anschließenden Transformationsprozesses für die aktuellen Wiedervereinigungsdiskussionen in Südkorea.

 

 

Sebastian Rösner wird den Wiedervereinigungsminister Südkoreas sowie Vertreter des Instituts für Wiedervereinigung in Seoul treffen. In einem Gespräch mit Vertretern des DMZ Museum in der Gangwon-Provinz soll die bestehende Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Grenzmuseum in der demilitarisierten Zone mit der Point Alpha Stiftung ausgeweitet werden. Im Rahmen der Konferenz, an der auch Politiker, Vertreter von Menschenrechtsorganisationen sowie Botschaftsmitarbeiter teilnehmen, besucht Sebastian Rösner auch mehrfach die Grenze, die Nord- und Südkorea seit den frühen 50er Jahren teilt. In unterschiedlichen Einrichtungen und Hochschulen wird Sebastian Rösner die Geschichte von Point Alpha vorstellen. Bis Anfang der nächsten Woche werden wir über seine Eindrücke und Erfahrungen aus Südkorea berichten...


Panmunjeom – Relikt des Kalten Krieges 12. Juli 2015

Die Grenze, die Nord- und Südkorea bis heute teilt, ist martialisch abgeriegelt. Maschendraht, Minen und Wachtürme findet man entlang der knapp 250 Kilometer langen Grenze. Beobachtungspunkte der Nordkoreaner stehen unmittelbar den Beobachtungsposten der südkoreanischen Armee und dem Bündnispartner USA gegenüber. Die Teilung Südkoreas stellt bis heute ein Relikt des Kalten Krieges dar. 1953 wurde in Panmunjeom nach drei Jahren Koreakrieg, in dem Hunderttausende getötet wurden, ein Waffenstillstand unterzeichnet. Entlang des 38. Breitengrads legte man die Grenze zwischen dem kommunistischen Norden und dem kapitalistischen Süden fest – ein Status quo und eine Teilung Koreas, die bis heute noch gültig ist. Bis heute stehen sich – nur 55 Kilometer von Seoul entfernt – Nord- und Südkorea feindlich gegenüber. Immer wieder steht der Norden Koreas wegen seiner Atompläne, seiner gravierenden Menschenrechtsverbrechen und seiner notleidenden Bevölkerung im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit.

Unser Studienleiter, Sebastian Rösner, besuchte Panmunjeom und die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Neben seiner Teilnahme an einer vom südkoreanischen Wiedervereinigungsministerium organisierten Konferenz wird Sebastian Rösner auch das DMZ-Museum in der Gangwon-Provinz besuchen – ein Museum in der demilitarisierten Zone Koreas, mit dem die Point Alpha Stiftung seit drei Jahren zusammenarbeitet. Bis Dienstag wird er außerdem zahlreiche Vorträge an Hochschulen halten und über die Geschichte von Point Alpha und die Deutsche Wiedervereinigung berichten, die in Südkorea sehr intensiv untersucht wird. Ein Bericht über den Besuch beim DMZ-Museum folgt.

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