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Eröffnung eines authentisch rekonstruierten, ehemaligen Grenzturms der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Frühjahr 2017 geplant.

veröffentlicht am 23.12.2016

Gemeinsam mit dem Förderverein Point Alpha e.V. sowie der Firma beier+wellach projekte arbeitet die Point Alpha Stiftung derzeit an der authentischen Rekonstruktion einer ehemaligen Führungsstelle der DDR-Grenztruppen. Der Turm, welcher in unmittelbarer Nähe zum Ort Wiesenfeld bei Geisa Mitte der 1970er Jahre errichtet wurde, soll Besucherinnen und Besuchern anhand von originalgetreuen Ausstellungsexponaten zeigen, mit welchem Aufwand die Staats- und Parteiführung in der DDR die Grenze gegen Fluchten der eigenen Bevölkerung zu sichern versuchte. Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach: „Der Turm komplementiert die bestehenden Ausstellungen in der Gedenkstätte. Gleichzeitig zeigt er das Aufeinandertreffen der Blöcke im Kalten Krieg, in dem die Parallelität zum Turm des ehemaligen US-amerikanischen Observation Post Alpha deutlich wird.“

Der Vorsitzende des Fördervereins Point Alpha e.V., Raymond Walk, betont die besondere Bedeutung des Turmes für das gesamte Areal der Gedenkstätte: „Es ist sehr wichtig, den Turm wieder authentisch herzurichten und somit museumspädagogisch ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Damit setzte der Förderverein die Richtlinien seiner Satzung um und unterstützt die Arbeit der Point Alpha Stiftung beim Erhalt der Gedenkstätte. Obwohl es sich Walk zufolge um einen kleinen Verein handelt, konnte dieser in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel zur Umsetzung von Projekten in der Gedenkstätte Point Alpha beisteuern.

Peter Wellach, Geschäftsführer des Planungsbüros beier-wellach projekte möchte den Turm als authentisches Objekt zugänglich machen. Laut Wellach sei die Kanzel des Turms als begehbare Großvitrine geplant: „Besuchergruppen werden mit Tablets ausgestattet und bekommen mit historischem Bildmaterial  einen Einblick die Zeit der deutschen Teilung.“

Neben dem Büro beier+wellach projekte ist auch der Historiker Prof. Dr. Hanno Sowade vom Haus der Geschichte in Bonn in die Realisierung des Vorhabens eingebunden. Die Eröffnung des Turms ist für das Frühjahr 2017 geplant. Im Rahmen von über die Gedenkstätte Point Alpha buchbaren Sonderführungen können sich Besucherinnen und Besucher dann selbst ein Bild vom Dienstalltag am ehemaligen Todesstreifen machen.

Weitere Informationen zum Vorhaben und Auskünfte über die Gedenkstätte Point Alpha erhalten Sie unter 06651/919030 bzw. unter service@pointalpha.com.

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