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Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Montag, 24. April 2017 - 13:30 bis Mittwoch, 26. April 2017 - 11:00
Seminarnummer:
2017I_AP02
Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Voranschreiten der europäischen Einigung in den 1990er/2000er Jahren schien die Relevanz sicherheitspolitischer Themen in Deutschland und Europa zunächst eine geringere Gewichtung zu erhalten, wie dies zuvor in der Zeit der bipolaren Weltordnung und des Ost-West-Konflikts der Fall war. Welche neuen Herausforderungen somit an die Sicherheitspolitik gestellt werden, wird mittels Rollenspiel und Vorträgen verdeutlicht.
 

Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Voranschreiten der europäischen Einigung in den 1990er/2000er Jahren schien die Relevanz sicherheitspolitischer Themen in Deutschland und Europa zunächst eine geringere Gewichtung zu erhalten, wie dies zuvor in der Zeit der bipolaren Weltordnung und des Ost-West-Konflikts der Fall  war.
Gemäß der sich ändernden Rahmenbedingungen wurde daher etwa die Personalstärke der Bundeswehr von knapp 500.000 aktiven Soldaten im Jahr 1990 auf heute unter 200.000 herabgesetzt. Die Vielzahl der Einsätze der Teilstreitkräfte in Europa, Afrika oder Asien in den vergangenen Jahren haben aber zeitgleich gezeigt, dass das Spektrum sicherheitspolitischer Herausforderungen deutlich an Komplexität gewonnen hat. Der Kampf gegen den religiös begründeten Terrorismus; Friedenseinsätze zur Absicherung freier Wahlen; die Überwachung freier Seewege; die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der NATO in der Folge des Krieges in der Ost-Ukraine sowie Räume begrenzter Staatlichkeit und damit einhergehende Flüchtlingsbewegungen: das Aufgabenspektrum der Bundeswehr sowie die Anforderungen an das sicherheitspolitische Engagement Deutschlands erscheinen im 21. Jahrhundert deutlich diverser.

Zugleich ergeben sich aus diesen Herausforderungen eine Reihe von Fragen hinsichtlich der Fähigkeit Deutschlands, zur Lösung der genannten Probleme beizutragen: Beutet etwa das stärkere Engagement in humanitären Fragen zukünftig auch eine weiter zunehmende Anzahl von Auslandseinsätzen der Bundeswehr? Welche Akteure außerhalb der Streitkräfte können zur internationalen Friedenswahrung beitragen? Und welche Ansätze der Krisenprävention sind auch zukünftig dazu geeignet, aufkommende Konflikte frühzeitig zu deeskalieren?
Das Seminar wird diese und weitere Fragen aufgreifen. Im Rahmen von Fachvorträgen, Rollenspielen und Gruppendiskussionen soll die zukünftige Bedeutung sicherheitspolitischer Herausforderungen im 21. Jahrhundert gemeinsam mit den Seminarteilnehmenden und den Referenten diskutiert werden.

AnhangGröße
herausforderungen_im_21._jh.pdf562.14 KB
Kosten
DZ
100.00€
EZ
130.00€
ohne Übernachtung
80.00€