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Ressourcenknappheit als sicherheitspolitische Herausforderung

Mittwoch, 25. Juli 2018 - 10:00 bis Donnerstag, 26. Juli 2018 - 15:00
Seminarnummer:
2018II_DD01
Während des jüdischen Jom-Kippur-Fests 1973 kommt es zum Angriff einer Koalition arabischer Staaten gegen Israel. Nach anfänglichen Erfolgen können sich die Streitkräfte des jüdischen Staates abermals gegen die feindlichen Nachbarn behaupten. Die westliche Staatengemeinschaft solidarisiert sich mit Israel, woraufhin die arabischen Erdölexporteure ihre Fördermenge verknappen. Die Folge: an vier Sonntagen im Winter 1973 müssen die Bundesbürger auf Autofahrten verzichten, außerdem wird ein sechsmonatiges Tempolimit verhängt. Die Ereignisse des Jahres 1973 machten nicht nur bewusst, wie verwundbar moderne Industriegesellschaften sein können, sondern auch, wie einfach sich wichtige Ressourcen als Druckmittel einsetzen lassen, um außenpolitische Ziele zu verfolgen. 
In vergangenen Zeiten war die Vergrößerung des eigenen Territoriums häufig Hauptgrund für Konflikte und Kriege. In der vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts, mit ihren globalisierten Volkswirtschaften, wird dagegen die Verfügbarkeit von Ressourcen vermehrt zum Zankapfel der internationalen Politik. Erdöl und Erdgas sind dabei zwei von vielen Ressourcen, die zukünftig zur Gefahr für die internationale Sicherheit werden können. Welche Ressourcen könnten in den nächsten Jahrzehnten besondere Bedeutung erlangen? In welchen Teilen der Erde werden diese Ressourcenkonflikte am gravierendsten sein?  Im Rahmen des Seminar können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Fragen mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden und Politik diskutieren.
 
In Kooperation:
 
 
Kosten
DZ
105.00€
EZ
116.00€
ohne Übernachtung
50.00€